28.01.2008 / Thema / Seite 10

Vor dem Siedepunkt heruntergekühlt

Der Eisenbahnerstreik und seine Lehren

Jim Knopf
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat in ihrem zehnmonatigen, ungewöhnlich harten Kampf wesentlich dazu beigetragen, die Verzichtshaltung großer Teile der Lohnabhängigen aufzubrechen. Sie wurde durch den Abschluß der Tarifgemeinschaft von Transnet und der Gewerkschaft Deutscher Bundesbahnbeamter und Anwärter (GDBA) vom 9. Juli 2007, der die Lohnrate zugunsten der Profitrate drückt und auf Mehrarbeit nicht verzichtet, als Opposition unter den Bahngewerkschaften herausgefordert. Es ging den Kollegen in der GDL um den Reallohn, die bezahlte Verkürzung der Arbeitszeit und die Eigenständigkeit ihrer Gewerkschaft.

Die Vorstände der Gewerkschaften anderer Branchen sahen sich deshalb unter dem Druck ihrer Mitglieder gezwungen, achtprozentige Lohnforderungen aufzustellen. »Man kann sich wehren!« – das ist ein entscheidendes Ergebnis des Kampfes der GDL im Denken von Millionen Lohnabhängigen. Diese kämpferische Haltung trat im Juli 2007 mit einem rege...

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