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28.01.2008 / Feuilleton / Seite 12

Geschichte einer Psychiatrie

Sechs von sieben Ärzten an Krankenmordaktionen beteiligt: Faschismus in Stralsund, von Medizinern erforscht

Als Harald Freyberger im Herbst 1997 zum ersten Mal das Haus 30 der Stralsunder Psychiatrie betrat, erkannte er im Türfenster einen Davidstern. Vermutlich stammt er von einem jüdischen Tischler, der vor fast 100 Jahren am Bau der Provinzialanstalt IV beteiligt war. Erstaunlich, daß der Stern nicht zerstört wurde. Freyberger, 50 Jahre alt, ist amtierender Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychologie. Zusammen mit vier Kollegen hat er die Geschichte des Hauses erforscht, das in der Zeit des Faschismus geräumt und von der SS besetzt worden war.

Was passierte mit den Patienten? An der Universität Greifswald werteten die fünf Mediziner Hunderte Krankenblätter, Personalakten, Presseartikel und Tagebuchaufzeichnungen aus. Das düstere Kapitel Stralsunder Geschichte soll demnächst unter dem Buchtitel »Verwahren, vernichten, behandeln« publiziert werden.

»Anfangs war die 1912 eröffnete Anstalt in sachlicher und fachlicher Hinsicht eine der modernsten ihrer Ar...



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