Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
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24.01.2008 / Feuilleton / Seite 12

Hölle mit Regeln

Christoph Schroth inszeniert souverän »Faust I« in Cottbus

Arnold Schölzel
Die Welt ist finster. Jochen Finke hat hohe schwarze Wände, an denen wie in Maschinenhallen zwei Neonröhren in großer Höhe hängen, in einem zum Zuschauerraum offenen Dreieck auf die Bühne gestellt. Sie rahmen die gesamte Inszenierung ein. Nur die Erzengel – sechs gerupfte Gestalten, die als eine Art G 6 auftreten – sprechen aus den Proszeniumslogen von weit oben. Sie kennen und sehen die beste aller Welten: »die unbegreiflich hohen Werke/sind herrlich wie am ersten Tag«. Metaphysischen Transusen geht nichts schief.

Der dreisten Apologie steht das Spiel unten auf der Bühne entgegen. Die Welt ist nicht die Hölle, aber letztere hält jene in Trab. Mephisto, sagt Christoph Schroth, kommt »von ganz unten..., aus den Favelas, aus den Slums dieser Erde«. Ein völlig anderer Ausgangspunkt als 1979. Damals inszenierte Schroth in Schwerin den kompletten Faust. Die halbe DDR pilgerte zu den Aufführungen. Die »Zueignung« spricht Wolf-Dieter Lingk, der damals als einer v...

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