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04.01.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Fünfte Gewalt schaffen

Eine Strategie gegen die Medienkonzerne als ideologische Instrumente der neoliberalen Globalisierung ist notwendig

Ignacio Ramonet
In den bürgerlichen Demokratien existieren drei traditionelle Gewalten: die Legislative, die Judikative und die Exekutive. Als die liberale Presse Anfang des 20. Jahrhunderts entstand, sprach man von einer »vierten Gewalt«. Ihre Bestimmung wurde darin gesehen, Fehler der übrigen drei Gewalten zu korrigieren, wenn dies nötig würde. Diese Presse war ein Gegengewicht, das Fehlentwicklungen der Demokratie anprangern konnte. Seit rund 15 Jahren aber werden die Medien zunehmend von großen Konglomeraten kontrolliert. Diese Konzernriesen sind zugleich vehemente Verfechter der neoliberalen Globalisierung. Das Kommunikationswesen ist für sie nichts als ein großer Markt, und die Information ist ihre Ware. Mit ihr wird gehandelt wie mit Stahl oder Kohle vor einem Jahrhundert.

Kontrolle der Politik

Inzwischen sind diese Konglomerate die großen Mächte. Sie verbreiten die Meldungen über Taten und Geschäfte ihrer Eigner als »Nachrichten«. Sie sorgen sich um Gewinn, nicht...

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