Gegründet 1947 Freitag, 27. Mai 2022, Nr. 121
Die junge Welt wird von 2636 GenossInnen herausgegeben
04.01.2008 / Inland / Seite 5

Suizid in Abschiebehaft

In Berlin-Köpenick erhängte sich ein Flüchtling kurz nach seiner Inhaftierung. Senatsverwaltung für Inneres will dazu nichts sagen

Birgit von Criegern
Zum Suizid eines Abschiebehäftlings in Berlin verweigert die Senatsverwaltung für Inneres jede Stellungnahme. »Dazu sagen wir nichts«, erklärte eine Sprecherin von Senator Ehrhart Körting (SPD) am Donnerstag auf jW-Nachfrage. Am Neujahrstag war ein tunesischer Flüchtling, der im Abschiebegefängnis Köpenick inhaftiert war, im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen. Der 28jährige hatte sich am 30. Dezember in seiner Zelle versucht zu erhängen. Erst zwei Tage zuvor war er dorthin eingewiesen worden.

Der Flüchtlingsrat Berlin und der Jesuiten-Flüchtlingsdienst fordern jetzt, daß die Umstände bei der Inhaftierung des jungen Mannes überprüft werden. Zukünftig solle die psychische Situation der Betroffenen vor Festnahmen berücksichtigt werden. Grundsätzlich wendet sich der Flüchtlingsrat gegen das System der Abschiebehaft, das die Betroffenen einer schweren Belastung aussetzt, so Sprecher Jens-Uwe Thomas: »Mit Abschiebehaft werden Flüchtlinge kriminalis...

Artikel-Länge: 3880 Zeichen

Dieser Beitrag ist gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Mit einem Onlineabo tragen Sie dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Für Unentschlossene gibt es die Tageszeitung junge Welt auch am Kiosk, für 1,90 € wochentags und 2,30 € am Wochenende. Alle belieferten Verkaufsstellen in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Vollen Zugriff auf alle Artikel bietet das Onlineabo. Jetzt bestellen unter www.jungewelt.de/abo.

Unverzichtbar! Jetzt junge Welt stärken.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

45,90 Euro/Monat Soli: 57,90 €, ermäßigt: 31,90 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

21,90 Euro/Monat Soli: 29,90 €, ermäßigt: 14,90 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

45,90 Euro/Monat Soli: 57,90 €, ermäßigt: 31,90 €