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04.01.2008 / Ausland / Seite 8

»Bevölkerung Kenias fühlt sich um einen Traum betrogen«

Die Wahlfälschungen des bisherigen Präsidenten Kibaki sollen die Ausbeuterkaste an der Macht halten. Ein Gespräch mit Andrej Hermlin-Leder

Peter Wolter
Andrej Hermlin-Leder, Sohn des Dichters Stephan Hermlin, ist Jazzmusiker. Er lebt in Berlin und verbringt einen großen Teil des Jahres in Kenia

In Kenia herrschen seit der Wahl vom 27. Dezember bürgerkriegsähnliche Zustände. Sie sind mit einer Kenianerin verheiratet und haben seit Jahren ein enges Verhältnis zu diesem Land. In wenigen Tagen wollen Sie wieder dorthin reisen – ist das nicht zu riskant?

Das Risiko ist kalkulierbar. Ich bin vier-, fünfmal im Jahr in Kenia. Wir haben dort ein kleines Haus am Mount Kenia, dem zweithöchsten Berg Afrikas. Vor wenigen Tagen waren wir noch dort –nicht nur, um unser Haus und die Familie meiner Frau zu sehen, sondern auch um Wahlveranstaltungen des Opposi­tionsführers Raila Odinga zu besuchen, den ich persönlich gut kenne. Noch am 22. Dezember haben wir in Mombassa an einer großen Kundgebung teilgenommen – die Stimmung war euphorisch, begeistert, voller Erwartung und Hoffnung. Das alles hat der bisherige Präsident ...

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