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03.01.2008 / Thema / Seite 10

Mißbrauchtes Urteil

Serie. Die Nürnberger Nachfolgeprozesse 1946/48. Teil XII (und Schluß): Der OKW-Prozeß

Kurt Pätzold
Am Ende des Hauptprozesses in Nürnberg hatten die Richter der vier Mächte auch zu entscheiden, ob das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) und der Generalstab zu jenen Organisationen und Gruppen zu zählen seien, die als verbrecherisch anzusehen wären. Ihr Urteil bezog sich auf das Londoner Statut und dessen Artikel 9, der in diesem Zusammenhang von Mitgliedern solcher Zusammenschlüsse sprach. Im Unterschied zu SA oder SS aber, befand der Gerichtshof, sei bei beiden militärischen Einrichtungen von einer Organisation oder Gruppe nicht zu sprechen. So wurde auch die Frage, ob es sich bei ihnen um solche von verbrecherischer Natur handele, hinfällig. Es seien, erklärten die Juristen, OKW und Generalstab nicht anders als in jeglicher Armee sonst in der Welt zu betrachten als »eine Ansammlung von Militärs, eine Anzahl von Personen, die zufällig in einem gegebenen Zeitpunkt die hohen militärischen Stellungen bekleiden«.

Keine »saubere Wehrmacht«

Dieses Urteil und s...

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