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02.01.2008 / Feuilleton / Seite 13

Kritik und Ironie als Objektstrategie

Wirtschaft als das Leben selbst

Helmut Höge
In seiner Habilitationsschrift Mitte der achtziger Jahre sprach Jean Baudrillard von der »Kunst des Verschwindens«, verstanden als ein »Tarnverfahren zum Überleben«, d.h. als eine Subjektstrategie, die auf Verführung basiert. Nun, kurz vor seinem Tod, hat er diese »Kunst« noch einmal thematisiert: Diesmal – nahe an Günter Anders’ These von der »Antiquiertheit des Menschen« als Objektstrategie eines umfassenden »digital processing«, das den Menschen qua Technologie zum Verschwinden bringt – damit aber auch das Böse sowie alle Radikalität. »Wenn sie sich vom mit sich selbst versöhnten und dank des Digitalen homogenisierten Individuum trennt, wenn alles kritische Denken verschwunden ist, dann geht die Radikalität in die Dinge über. Und das Bauchreden des Bösen wechselt zur Technik selbst hinüber (...). Wenn die subjektive Ironie verschwindet – und sie verschwindet im Spiel des Digitalen – dann wird die Ironie objektiv. Oder sie verstummt.« Ja, dank des »Klon...

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