28.12.2007 / Inland / Seite 2

»Koch bedient Wählerpotential der Neonazis«

Viele Bewohner Hessens sind Migranten. Dennoch versucht die CDU, mit islamfeindlichen Parolen Punkte zu sammeln. Ein Gespräch mit Yildiz Köremezli-Erkiner

Gitta Düperthal
Yildiz Köremezli-Erkiner tritt für die Linkspartei bei den hessischen Landtagswahlen am 27. Januar an. Sie beschäftigt sich vorwiegend mit dem Thema Migration

Die CDU führt einen aggressiven Wahlkampf, um Stimmen für die Landtagswahl am 27. Januar zu sammeln. Dabei führt sie islamfeindliche Themen ins Feld. Es geht u. a. um Moscheen, die nicht gebaut werden sollen– etwa im Frankfurter Stadtteil Hausen. Ministerpräsident Roland Koch (CDU) strebt sogar ein Burka-Verbot für Schülerinnen an. Meinen Sie, das kommt bei den Hessen an?

Koch zeigt wieder einmal, daß er keine Hemmungen hat, auf Kosten von Minderheiten Punkte zu sammeln. Bei der Landtagswahl am 27. Januar können ein oder zwei Prozent der Stimmen entscheidend sein – also bedient Koch jetzt auch das braune Wählerpotential der Republikaner und der NPD. Selbstverständlich ist ihm klar, daß ein Burka-Verbot in Schulen mit den realen Problemen und der Integration von Muslimen nicht das geringste zu tu...

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