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27.12.2007 / Inland / Seite 8

»Das Schlimmste war, daß man mir nicht glaubte«

Äthiopier wehrte sich aus Angst vor Verfolgung gegen seine Abschiebung. Dafür wurde er angeklagt. Ein Gespräch mit Felleke Bahiru Kum

Gitta Düperthal

Sie sind wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte angeklagt, weil Sie sich im Flugzeug in Frankfurt am Main im September 2006 gegen Ihre Abschiebung nach Addis Abeba gewehrt haben. Mit Erfolg: Der Pilot weigerte sich Sie mitzunehmen. Wovor hatten Sie damals Angst?

Ich hatte Angst, daß mich Leute der äthiopischen Regierung auf dem Flughafen in Addis Abeba erwarten würden. Daß man dann nichts mehr von mir erfahren würde. Daß ich verschwinden würde. So wie es anderen passiert ist. Ich hatte Angst, daß man mich umbringen würde. Denn ich gehöre den Oromo an, die ethnisch die Mehrheit der Bevölkerung stellen, und denen die Regierung pauschal unterstellt zu opponieren, obgleich nur eine Minderheit politisch aktiv ist. Vermutlich hätte ich alle Namen preisgeben müssen: Zum Beispiel von Menschen, die mir zur Flucht verholfen haben. Und von Freunden und Bekannten, mit denen ich in Deutschland in der Exilopposition über die Probleme in Äthopien informiert habe.

S...




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