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18.12.2007 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kein Handelbedarf

Die jüngsten Gespräche zwischen Brüssel und der Andengemeinschaft haben alte Widersprüche offenbart

Aline Hirseland und Harald Neuber
Gibt es einen Freihandel fernab der neokolonialen Ungleichheit? Seit über zehn Jahren bestimmt diese Frage die Verhandlungen zwischen der Europäischen Union (EU) und Lateinamerika über Handelsabkommen. Auch als sich in der vergangenen Woche Vertreter der EU und der Andengemeinschaft (CAN) in Brüssel trafen, ging es im Kern um diese Frage. Denn neben der mangelnden Einigkeit zwischen den CAN-Mitgliedern Bolivien, Ecuador, Kolumbien und Peru blockiert vor allem der Marktprotektionismus Europas einen freien Warenaustausch.

Widerstand aus Bolivien

Seit 1993 werden die Gespräche zwischen der EU und dem Ende der 1960er Jahre im kolumbianischen Cartagena gegründeten Staatenbündnis geführt. Aber schon der Abbruch der Verhandlungen zwischen Brüssel und dem südamerikanischen Freihandelsverband MERCOSUR im Mai letzten Jahres hat gezeigt, daß Freihandel zwischen dem unterentwickelten Süden und dem industrialisierten Norden eine Illusion ist. Denn auch in den Verhandl...

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