28.11.2007 / Inland / Seite 2

»Die Jusos haben schon immer links getickt«

Neue Vorsitzende des SPD-Jugendverbandes verlangt eine gezielte Umverteilungspolitik. Ein Gespräch mit Franziska Drohsel

Ralf Wurzbacher
Franziska Drohsel ist die am Sonntag in Wolfsburg frisch gekürte Vorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation Jusos

Die rechte Postille Junge Freiheit hat Sie nach Ihrer Wahl zur neuen Juso-Chefin prompt in die »linksextremistische« Ecke gerückt, aufgrund Ihrer Nähe zur Roten Hilfe und zur Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA). Hören Sie so etwas gerne?

Was die Junge Freiheit als Organ der Rechtsextremen schreibt und welches Etikett sie mir verpaßt, interessiert mich herzlich wenig.

Die »Vorwürfe« treffen aber doch zu?

Ich bin Mitglied der Roten Hilfe und habe in meiner Tätigkeit als Berliner Juso-Vorsitzende auch gerne und erfolgreich mit der VVN-BdA zusammengearbeitet. Zu diesen Verbindungen stehe ich.

Immerhin heißt es allgemein zu Ihrer Wahl, die Jusos vollzögen einen »Linksruck«. Waren die Jungsozialisten nicht immer das linke Feigenblatt ihrer Mutterpartei?

Die Jusos haben schon immer links getickt. Nicht als Feigenblatt, sondern ...


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