Der Schwarze Kanal
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20.11.2007 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Quelle der Aggression

Kann aus einem Oligopol eine fortschrittliche Organisation werden? Eine Nachbetrachtung zum 3. OPEC-Gipfel im saudiarabischen Riad

Harald Neuber
Alle Mikrofone waren ausgerichtet und alle Kameras angeschaltet, als Hugo Chávez am Samstag den dritten Gipfel der Organisation Erdölfördernder Staaten (OPEC) im saudiarabischen Riad einleitete. Die Eröffnungsrede, die Chávez als Gastgeber des letzten Gipfels zukam, versprach, politisch brisant zu werden. Seit seiner Wahl Ende 1998 setzt der venezolanische Staatschef immerhin alles daran, dem 1960 gegründeten Handelsoligopol eine politische Ausrichtung zu geben. Der Konflikt war vorprogrammiert, denn der Großteil der 13 Mitgliedsstaaten nimmt im Handelsstreit zwischen den exportierenden und konsumierenden Staaten bislang eine neutrale Position ein oder steht den USA als führende Industrienation nahe. Das Ringen um die künftige Linie der OPEC hat enorme Bedeutung: Ihre Mitglieder kontrollieren 40 Prozent der weltweit nachgewiesenen Erdölvorkommen.

Diese Ressource, erklärte Chávez schon zu Beginn des Gipfels, »ist die Quelle aller Aggression«. Nicht direkt, ...

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