19.11.2007 / Thema / Seite 10

Denkzettel für Hindenburg

Vor 75 Jahren: Aus eigener Kraft gelangt Hitler nicht an die Macht. Eine schriftliche Eingabe von Unternehmern und Großagrariern an den Reichspräsidenten bahnt dem Faschistenführer den Weg ins Kanzleramt

Kurt Pätzold
Daß ihre Förderer nach dem Ausgang der Reichstagswahl des 6.November 1932 nicht untätig bleiben würden, gehörte zu den Hoffnungen der Naziführer. Letztere hatten die Lust an einem weiteren Kräftemessen an Wahlurnen verloren. Bisher war es der ­NSDAP gelungen, einen Sog zu erzeugen, in den mehr und mehr Menschen gerieten, die nicht länger bei den Erfolglosen stehen und nicht zu spät unter das Hakenkreuz treten wollten. Nun war der politische Kurswert der NSDAP gesunken, aber doch immer noch hoch. Ihr Anhang übertraf weit den der nach ihr wählerstärksten Partei, der Sozialdemokratie. Der zählbare Abstand zwischen beiden betrug viereinhalb Millionen Wählerstimmen. Keine der regionalen Bastionen der Nazipartei war geschleift. Sie stellte Minister und selbst Ministerpräsidenten in einer Reihe – durchweg kleinerer – Länder des Reiches, so in Thüringen, den beiden Mecklenburg (Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz) und in Oldenburg (Land). He...

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