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17.11.2007 / Feuilleton / Seite 13

Ledige Schmarotzer

Ein Buch über die demographische Zukunft Japans

Ronald Kohl
Legt man die für 2005 errechnete Geburtenrate von 1,25 Kindern pro Frau im gebärfähigen Alter langfristigen Hochrechnungen zugrunde, dann wird die letzte Japanerin statistisch in 953 Jahren das Licht der Welt erblicken und sich daran, wenn auch einsam, weit über 100 Jahre lang erfreuen«, berichtet Autor Florian Coulmas zu Beginn seines jüngsten Werkes »Die Gesellschaft Japans«.

Nicht zuletzt aufgrund der rasanten Industrialisierung wurde auch in Japan die sogenannte arrangierte Ehe zunehmend durch die Liebeshochzeit verdrängt. Seitdem bleiben immer mehr japanische Frauen unverheiratet. Und auch entsprechend viele japanische Männer (es ist in Japan unüblich, eine Frau aus Thailand oder Osteuropa zu heiraten).

Die wachsende Gruppe der Singles wird von der alternden japanischen Öffentlichkeit gerne als »parasaito shinguru« tituliert, als ledige Schmarotzer, die sich lieber egoistischem Konsum hingeben, als Kinder aufzuziehen. Diese Kritik blendet jedoch völli...



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