Der Schwarze Kanal
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07.11.2007 / Ausland / Seite 8

»Dereguliert und autoritär«

Das postkommunistische Rußland 90 Jahre nach der Oktoberrevolution. Ein Gespräch mit Alexander Busgalin

Werner Pirker
Alexander Busgalin ist Professor für Ökonomie an der Moskauer Lomonossow-Universität und Vorstandsmitglied des Fonds Alternative

Nach der von der Oktoberrevolution vor 90 Jahren eingeleiteten sozialistischen Ära hat Rußland inzwischen auch das Jelzinsche Jahrzehnt hinter sich. Stellt das Putin-Regime gegenüber dem Jelzinismus einen Fortschritt dar?

Das bedeutet vorerst eigentlich nur die Abwesenheit von Jelzin und die Anwesenheit von Putin. Der Übergang vom sowjetischen zum neurussischen Regime war natürlich eine viel bedeutendere Zäsur als der Wechsel in der Präsidentschaft. Tatsächlich konnte der katastrophale ökonomische Abstieg gestoppt werden. Das Land ist stabiler geworden, und es gibt weniger Bandenkriege. Das geschah Schritt für Schritt. Ein wesentlicher Grund dafür lag in der veränderten internationalen Situation, vor allem in der Erhöhung der Ölpreise. Des weiteren haben die Menschen gelernt, in dieser seltsamen Atmosphäre einer halbfeudalen, ...

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