24.03.1999 / Ausland / Seite 0

»Stahlbad« halbiert die Streitkräfte

Neuer verteidigungspolitischer Konsens in Stockholm. Bürgerliche fordern NATO-Beitritt

Gregor Putensen

Kurz vor Frühlingsbeginn trat der 0berbefehlshaber der schwedischen Streitkräfte, Owe Wiktorin, mit einer sensationellen Erklärung an die Öffentlichkeit. Die versammelten Medienvertreter - gewohnt, von diesem für gewöhnlich als »ÖB« titulierten Spitzenmilitär Forderungen nach mehr Geld für die nationale Verteidigungsfähigkeit zu vernehmen - hatten allerdings Grund zum Staunen. Denn dieses Mal signalisierte der ÖB den bislang tiefgreifendsten Paradigmenwechsel in der Sicherheitspolitik des nordeuropäischen Landes.

Doch dieser Schritt kam nicht völlig unerwartet. Der lange Streit zwischen dem ÖB und seinem politischen Vorgesetzten, Verteidigungsminister Björn von Sydow, über die Konsequenzen des erstmals nicht mehr erreichten breiten nationalen Konsens in der Sicherheitspolitik für den Rüstungshaushalt der kommenden Jahre offenbarte eine qualitativ neuartige Situation. Das neue innenpolitische Kräfteverhältnis erlaubte weder den Sozialdemokraten noch den vie...

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