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01.11.2007 / Inland / Seite 5

Sparen von klein auf

Berliner ABC-Schützen leisten Sanierungsbeitrag. Weil die Stadt keine Kinderärzte einstellt, stehen Einschulungsuntersuchungen in Frage

Jörn Boewe
Am heutigen Donnerstag beginnen in Berlin die Pflichtuntersuchungen für die Schulanfänger des Jahrgangs 2008/2009. Wie so oft in den Beziehungen zwischen Staat und Bürgern ist die Pflicht auch in diesem Fall eine einseitige Angelegenheit: Das Landesschulgesetz schreibt vor, daß Eltern der angehenden ABC-Schützen ihre Kinder beim öffentlichen Gesundheitsdienst vorstellen müssen. Ob die Regierung auch verpflichtet ist, für ausreichend Kinderärzte zu sorgen, ist im Gesetz nicht geregelt.

Nach jahrzehntelanger Ausplünderung der öffentlichen Kassen durch Westberliner CDU- und SPD-Filz und ihre Amigos aus der »Wirtschaft« und sechs Jahren »rot-roter« Haushaltssanierung ist der öffentliche Gesundheitsdienst in der Hauptstadt so ausgedünnt, daß er nicht einmal mehr grundlegende Aufgaben erfüllen kann. Allein im Verwaltungsbezirk Friedrichshain-Kreuzberg können nach Angaben der gesundheitspolitischen Sprecherin der Grünen im Abgeordnetenhaus, Heidi Kosche, zum komm...

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