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01.11.2007 / Inland / Seite 4

Bürgerbegehren gegen Kulturklotz

Münsteraner organisieren Widerstand gegen neue Musikhalle. Statt eines Museentempels für Reiche, fordern sie Mittel für Breitensport und Bibliotheken

Gerrit Hoekman
Münster bekommt eine Musikhalle, das hat der Stadtrat unlängst beschlossen. Mit zwölf Millionen Euro will er sich am Bau des Musentempels beteiligen und später auch für die Folgekosten aufkommen, deren Höhe noch unbekannt ist. »Skandal!« rufen die Gegner des Prestigeprojekts und fordern nun ein Bürgerbegehren, in dem alle Münsteraner über das Vorhaben entscheiden sollen. Am Montag haben sich Musikhallengegner zum ersten Mal getroffen, um ein breites Bündnis zu schmieden. Mit dabei: die Opposition aus Linkspartei, Grünen und der Unabhängigen Wählergemeinschaft, die Initiative »Münster solidarisch«, in der sich soziale Vereine zusammengeschlossen haben, und der Studierendenausschuß der Universität.

»Für zwölf Millionen Euro kann man auch vier Dreifachsporthallen bauen«, findet der ehemalige Stadtbaurat Gerhard Joksch, der sich den Protestlern angeschlossen hat. Die Stadt hat hingegen gerade erst fünf Hallen- und Freibäder geschlossen, weil ihr der Unterhalt ...

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