01.11.2007 / 73 / Seite 15

Geben und Nehmen

Armin Geus und Ekkehard Höxtermann haben das große Buch der Symbiosen in der Natur vorgelegt

Helmut Höge
Wenn das Zusammenfinden von Individuen zu einer dauerhaften Kooperation führt, spricht man von einer Symbiose. Die ersten Symbioseforscher waren Russen. So veröffentlichte schon 1900 der Anarchist Pjotr Alexejewitsch Kropotkin seine gegen Darwins »Überleben der Tüchtigsten« gerichtete Evolutionstheorie »Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt«, die seitdem immer wieder neu aufgelegt wird. Hatten bereits Marx und Engels gewitzelt, der Darwin habe bloß das Verhalten der englischen Bourgeoisie auf die Tier- und Pflanzenwelt projiziert, so wie umgekehrt »das Geheimnis des Adels die Zoologie« (Marx) sei, ging Kropotkin noch einen russischen Schritt weiter. Während Darwin sein Evolutionsmodell erstmalig auf den Galapagosinseln umrissen hatte, wo die Arten auf kleinstem Raum leben mußten, erforschte Kropotkin Sibirien. Dort stieß er auf Tiere und Pflanzen, die sich in der unendlichen Weite suchten, um gemeinsam leichter zu überleben. »Bei Kropotkin find...

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