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01.11.2007 / Thema / Seite 10

Verhärtete Fronten

Seit 1988 stehen sich in Myanmar Militärregierung und »Nationale Liga für Demokratie« gegenüber. Westliche Staaten verstärken die Konfrontation, obwohl eine Verständigung beider Seiten möglich wäre

Uta Gärtner
Vor kurzem geriet ein Land in die Schlagzeilen, von dem zuvor viele Leute gar nicht wußten, daß es existiert: Myanmar. Die Bilder und Berichte vom Aufbegehren der Bevölkerung, die uns über internationale Medien Ende September, Anfang Oktober erreichten, schienen die Einordnung seiner Regierung durch US-Außenministerin Condoleezza Rice als »Vorposten der Tyrannei« nachhaltig zu bestätigen. Bei allen Vorbehalten gegenüber der Suggestivkraft von Bildern und insbesondere ihrer Kombination mit Worten belegten sie, daß Mönche sich an die Spitze der Bewegung gestellt hatten und daß die Demonstrationen – die nicht immer so friedlich waren wie suggeriert –gewaltsam aufgelöst wurden. Wie ist es dazu gekommen? Warum ist die Regierung Myanmars, oft apostrophiert als »dienstälteste Militärjunta der Welt«, so resistent gegen alle Versuche, sie mit Druck und Anreizen zu Demokratisierung zu bewegen?

Nachwirkungen der Kolonialzeit

Myanmar ist der größte Staat ...

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