26.10.2007 / Feuilleton / Seite 11

Die Freiheit ist stärker

Vom Kampftag der Deutschen Wirtschaft und ihrer Bundesregierung zum Gedenken an das RAF-Opfer Hanns Martin Schleyer

Otto Köhler
Wir haben nach 43 Tagen Hanns Martin Schleyers klägliche und korrupte Existenz beendet«, verlautbarte vor 30 Jahren die RAF. Es war ein Mord, wie er selbst in einem Krieg, den die RAF zu führen glaubte, so nicht begangen werden durfte. Sie knallten den Gefangenen ab, wie es einst bei dessen SS-Kameraden der Brauch war. Das war nicht nur ein Verbrechen. Es war eine Dummheit, die den SS-Führer von Prag zum Blutzeugen der schwarzbraunen Seilschaften machte, die nach 1945 die Bundesrepublik beherrschten.

Hanns Martin Schleyer lebt im Gedächtnis der deutschen Nation weiter. So jedenfalls am Mittwoch in Berlin. Es war ein Kampftag, zu dem die deutsche Wirtschaft aufrief: der Bundesverband der Deutschen Industrie, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitergeberverbände, der Bundesverband Deutscher Banken, sowie die Alfred Herrhausen Gesellschaft (Deutsche Bank), die Jürgen-Ponto-Stiftung (Dresdner Bank), die Karl-Heinz-Beckurts-Stiftung (Siemens). Sie alle vera...

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