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22.10.2007 / Inland / Seite 8

»Unbezahlte Arbeitspflicht für ›Überflüssige‹«

Forschungsgruppe legte Abschlußbericht zu Studie über den »dritten Arbeitsmarkt« und Ein-Euro-Jobs vor. Ein Gespräch mit Irina Vellay

Jens Wernicke
Irina Vellay arbeitet für die in Wuppertal ansässige »Stiftung W.«, die unter anderem alternative Wissenschaft und Forschung sowie politische Bildungsarbeit fördert, und hat die Studie mit organisiert

Ihre Forschungen sind vorerst abgeschlossen. Was sind die bezeichnendsten Ergebnisse?

Die wichtigste Erkenntnis scheint mir zu sein, daß es sich bei den Arbeitsgelegenheiten nicht um ein »arbeitsmarktpolitisches Instrument« handelt, sondern um eine politisch gewollte Förderung des »dritten« oder »sozialen Arbeitsmarktes«.

Was heißt das konkret?

Das erklärte Ziel der Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt ist eine Wort­hülse, die verschleiern soll, daß es für viele Menschen keine Verwendung gibt, weil sie bei den harschen Leistungsanforderungen nicht mithalten können. Eine solche rigide Auslese läßt sich allerdings nur durchsetzen, weil es insgesamt ein deutlich größeres Arbeitskräftepotential gibt, als in den Kapitalverwertungsprozeß integriert werden kann...

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