Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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12.10.2007 / Feminismus / Seite 15

Ungebrochen bis zuletzt

Ilse Schwipper war »Anarcha-Feministin«, Antifaschistin, Stadtguerillera, Antiimperialistin. Sie starb am 27. September im Alter von 70 Jahren in Berlin. Ein Nachruf

Arian Wendel
Der Medienrummel um den »deutschen Herbst« und die damit einhergehende Verteufelung des bewaffneten Kampfes durch das bürgerliche Lager und einen Haufen Exlinker waren ihr ein Greuel. »Unsere Geschichte lassen wir uns nicht nehmen, nicht von Kraushaar, Reemtsma, Aust und wie sie alle heißen«, sagte sie im September 2006 auf einer Diskussionsveranstaltung zu Antisemitismus und Antizionismus in der Studentenbewegung. Bis zu ihrem Tod verteidigte sie ihre Entscheidung für den bewaffneten Kampf und kritisierte das Schweigen der heutigen radikalen Linken zur medialen Abrechnung mit dem Widerstand. »Stadtguerilla war weltweit der Versuch, ein gerechtes, menschenwürdiges Gesellschaftsgefüge« zu schaffen, erklärte sie 2002 in einem Interview mit der anarchistischen Zeitung Graswurzelrevolution.

Geboren wurde Ilse Schwipper am 24. Juni 1937 in Berlin. Bei ihrem anarchistischen Großonkel aufgewachsen, wurde ihr schon sehr früh eine kritische Haltung zur faschistisch...

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