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10.10.2007 / Ausland / Seite 6

Massenexekution in Kabul

Afghanistan: Karsai beendet dreijähriges Todesstrafenmoratorium

Rainer Rupp
Weitgehend unbemerkt von der Weltöffentlichkeit hat die Regierung des vom Westen unterstützten, afghanischen Präsidenten Hamid Karsai eine Massenhinrichtung durchgeführt und damit ein dreijähriges Moratorium gegen die Todesstrafe beendet. Gegen den Protest der UNO wurden am 7. Oktober 15 Gefangene von einem Exekutionskommando in Afghanistans größtem Gefängnis Pul-e-Charkhi in einem Vorort Kabuls erschossen. Der Leiter der »UNO-Hilfsmission für Afghanistan (UNAMA)«, der neokonservative deutsche Grüne, Tom Koenigs, ermahnte die afghanische Führung zum Moratorium zurückzukehren und »weiterhin die höchsten Menschenrechtsstandarts zu beachten«. Zugleich räumte er jedem Staat das »souveräne Recht« ein, Exekutionen durchzuführen. Laut Regierungsbeamten in Kabul befanden sich keine Mitglieder der Taliban oder der Al-Qaida unter den Erschossenen.

Indessen erklärte der Sprec...

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