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02.10.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

Arm trotz Arbeit

Bundesregierung treibt mit neuem Sozialgesetz Familien in Hartz IV. Neue Ehepartner sollen für Kinder aufkommen, deren Väter nicht zahlen

Gitta Düperthal
Oliver Spodzieja versteht die Welt nicht mehr. Der Maschinenschlosser aus Brüggen ist erwerbstätig und bringt monatlich 2300 Euro nach Hause. Trotzdem muß er jeden Cent zwei Mal umdrehen und ist Hartz-IV-Empfänger. Mit allen entwürdigenden Folgen. Jedes Eis, das er seinen Kindern kaufen möchte, muß gut überlegt sein. Sechs Jahre lang fuhr die Familie nicht in den Urlaub. Als das Wetter schlechter wurde, hatten die Kinder nur Sandalen zum Anziehen. Mit den Kindern sind sie zur Arbeitsagentur gegangen, um das zu demonstrieren. Das einzige, was der Behörde dazu einfiel: Man habe gedroht, das Jugendamt zu verständigen, sagt Spodzieja empört.

Zuviel Geld

Seit der Verschärfung der Hartz-IV-Regelungen (»Fortentwicklungsgesetz«) am 1. August 2006 ist die von bundesarbeitsagentur und Kommune gebildete sogenannte Arbeitsgemeinschaft (ARGE) für Spodzieja zuständig. Nach der neuen Gesetzesregelung wurden von heute auf morgen unzählige Stiefväter plötzlich verpfli...

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