21.09.2007 / Feminismus / Seite 15

Nebulöse Visionen, wenig Neues

Die Soziologin Antje Schrupp betrachtet die demographische Debatte aus feministischer Sicht

Andrea Grunert
Demographie ist ein Modethema geworden: Geburtenrückgang, Überalterung, Methusalem-Staat sind Schlagworte, die in vieler Munde sind und von Politik, Wirtschaft und Medien zum Schüren existentieller Ängste in entsprechenden Katastrophenszenarien auf die Titelseiten gebracht werden. Die Politologin und Journalistin Antje Schupp stellt sich in »Methusalems Mütter. Chancen des demografischen Wandels« diesen Themen und nimmt sie vor dem Hintergrund eines gesellschaftlichen Gesamtbildes, das die Frage der Migration ebenso einbezieht wie die der Bildungspolitik, unter die Lupe.

In der öffentlichen Diskussion werden kinderlose und karriereorientierte Frauen gern als die Schuldigen an der »Altersfalle«, in die Deutschland zu geraten drohe, abgestempelt. Schrupp macht deutlich, daß solche Rechnungen der Grundlage entbehren und der Relativierung bedürfen. Die Fertilitätsrate ist nicht allein verantwortlich für den demographischen Wandel; die höhere Lebenserwartung is...

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