21.09.2007 / Feminismus / Seite 15

Mut der Verzweiflung

Die junge afghanische Frauenrechtlerin Malalai Joya sprach in Berlin über ihren Kampf gegen Warlords und Besatzung

Jana Frielinghaus
Es ist eine bittere Ironie, daß die Burka, die dem Westen als augenfälligstes Symbol der Frauenunterdrückung in Afghanistan gilt, für Malalai Joya eine lebenserhaltende Funktion bekommen hat. Es gibt kein besseres Versteck für die gerade 29jährige, wenn sie trotz der vielen Morddrohungen gegen sie durch ihr Land reist, um vor ihrer Anhängerschaft zu sprechen oder sich um die Geschicke des von ihr gegründeten Hamoon Gesundheitszentrums für Frauen und Kinder in ihrer Heimatstadt Farah zu kümmern. Nicht faßbar, woher die zarte, fast schüchtern wirkende Frau die Kraft nimmt, nach vier bereits auf sie verübten Anschlägen und nach öffentlichen Auftritten in den USA, Australien und Europa, immer wieder in ihr Land zurückzukehren.

Am Mittwoch abend sprach sie auf einer von der Linksfraktion im Bundestag veranstalteten Podiumsdiskussion im voll besetzten Grünen Salon der Volksbühne über die Situation der Frauen in Afghanistan und über das, was sie, man kann es sehe...

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