03.09.2007 / Politisches Buch / Seite 15

»Für meine alte Kuh«

Die Lebensbeichte der Magdalena Kopp – pünktlich zum Jahrestag des »Deutschen Herbstes«

Olaf Zander
Nach christlicher Überlieferung lebte Maria Magdalena als Hure, bis sie Jesus begegnete und ihm als reuige Sünderin die Füße wusch. Und bekanntlich ist dem Herrn eine reuige Sünderin lieber als hundert Fromme. So etwas Ähnliches mag Magdalena Kopp im Sinn gehabt haben, als sie über den Verfassungsschutz mit der Berliner Staatsanwaltschaft einen Deal aushandelte, der ihr 1996 die straffreie Rückkehr nach Deutschland ermöglichte. Dafür machte sie umfangreiche Aussagen, mit denen sie ehemalige Mitkämpfer der »Organisation Internationaler Revolutionäre«, besser bekannt als »Carlos-Gruppe«, belastete. Ihre Aussage spielte im sogenannten Maison-de-France-Verfahren im Jahr 2000 gegen Johannes Weinrich eine Rolle und wurde im zweiten Verfahren gegen Weinrich 2003 nur aufgrund einer handwerklichen Unfähigkeit des Oberstaatsanwaltes Detlev Mehlis nicht berücksichtigt.

Kopp lebte 1995, zum Zeitpunkt der Anbahnung dieses Deals, in Venezuela, bei der Mutter von Illich ...

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