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01.09.2007 / Sport / Seite 16

Armee am Brett

In Ankara beginnen am Sonntag die 18. NATO-Schachmeisterschaften

Mario Tal
Es gehört zu den Unbilden unserer Zeit, daß eine Dresdner Spitzensportlerin für ihr Profidasein auf die Bundeswehr angewiesen ist. Elisabeth Pähtz, einst Juniorenweltmeisterin im Schach, ist beileibe nicht die einzige namhafte Leistungssportlerin im Sold der Armee. Anstatt für den Spitzensport propagandafreie Mittel zur Verfügung zu stellen, beschloß die Bundesregierung im Mai 1968, großzügige Töpfe bei der Armee anzusiedeln.
Heute werden bei einem jährlichen Etat von 27 Millionen Euro 740 Plätze in 18 Sportfördergruppen bereitgestellt. Nach den Winterspielen von Turin 2006 brüstete sich Verteidigungsminister Jung stolz damit, daß 65 Prozent der deutschen Medaillen auf das Konto seiner Truppe gingen: »Die Bundeswehr ist einer der größten Förderer des Hochleistungssports. (...) Es gibt keinen Spitzenverband des Deutschen Sportbundes, der nicht von der Spitzenförderung der Bundeswehr profitiert.«
Auch in diesem Jahr kann man mit Erfolgsmeldungen aufwarten: ...

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