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01.09.2007 / Geschichte / Seite 15

Eine Unbeugsame

Vor 75 Jahren: Kampfruf gegen den Faschismus. Clara Zetkins denkwürdige Rede als Alterspräsidentin des Deutschen Reichstags

Kurt Pätzold
In den höchsten parlamentarischen Versammlungen der Deutschen sind in den Jahren zwischen Kaiserreich und faschistischer Diktatur nicht viele denkwürdige Reden gehalten worden. An einige von ihnen ist später nicht nur in Geschichtsbüchern erinnert worden. Zwei hielten Sozialdemokraten. Die eine 1919 in der Nationalversammlung Ministerpräsidenten Philipp Scheidemann, als er seinen Protest gegen den eben bekanntgemachten Entwurf des Versailler Vertrages ausdrückte. Er fragte unter Rückgriff auf ein biblisches Bild pathetisch, welche Hand nicht verdorren müßte, die sich hergäbe, dieses Dokument zu unterzeichnen – die von den Siegern dem Verlierer präsentierte Rechnung. Die andere hörte der Rumpfreichstag, die Kommunisten waren schon ausgeschlossen und verfolgt, am 23. März 1933. Mit ihr lehnte Otto Wels, der Parteivorsitzende, die Zustimmung zum Ermächtigungsgesetz ab, das zugleich das definitive Ende des bürgerlichen Parlamentarismus dieser Entwicklungsetap...

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