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01.09.2007 / Feuilleton / Seite 13

Ach, dieses Lächeln

Strategie der Verhöhnung: Ein Band zur Rolle der Fotografie im Ersten Weltkrieg

Marc Peschke
Wenige Jahre nach ihrer Erfindung war die Fotografie zum Propagandainstrument geworden. Schon im Krimkrieg 1855 kam sie auf diese Weise zum Einsatz. Der 1964 geborene österreichische Fotohistoriker Anton Holzer, Herausgeber der renommierten Zeitschrift Fotogeschichte, hat das in einem Buch von 2003 skizziert (»Mit der Kamera bewaffnet. Krieg und Fotografie«). Jetzt hat Holzer einen Band zur Wechselwirkung von Fotografie und Propaganda im Ersten Weltkrieg vorgelegt. Titel: »Die andere Front«.

Der Band enthält 500 zumeist unveröffentlichte Kriegsfotografien aus dem Archiv der Österreichischen Nationalbibliothek (erhalten sind die Original-Glasplattennegative). Entstanden sind die Bilder vor allem in Ost- und Südosteuropa. Sie machen auch die Arbeitsbedingungen der Kriegsfotografen anschaulich, vor allem aber die Methoden der Bildpropaganda, ohne die Krieg heute kaum noch zu denken ist.

Hauptaufgabe der Fotos des Ersten Weltkriegs war nach Holzer die Vermittl...



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