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01.09.2007 / Feuilleton / Seite 12

Das Recht auf Arsch verteidigen!

»Baggy pants« verboten! In der amerikanischen Provinz treibt die geistig-moralische Alltagsdiktatur weißer Sittenwächter wunderliche Blüten

Donna San Floriante
Die Legende will es, daß die Ursprünge der »Baggy pants« in den Gefängnissen der USA liegen. Gürtel, als Selbstmordinstrumente ebenso beliebt wie zum Würgen von Gefängniswärtern in Gebrauch, werden den Häftlingen bei der Einlieferung abgenommen. So kam es zunächst unfreiwillig zu jenen tiefsitzenden Hosen, die derzeit in den USA für Aufruhr sorgen.

In den 80er Jahren erhob vor allem die schwarze Jugend – in amerikanischen Knästen bekanntlich stark vertreten – die »Baggy pants« zum Symbol der Solidarität. Außerhalb der Knäste zur urbanen Straßenmode geworden, erreichte mit Skateboard, HipHop und Graffiti auch diese Welle bald Europa.

Zwei Städte im konservativen Süden der USA gehen jetzt gegen »Baggy pants« vor. Diese Woche wurde dort das Tragen der weit unterhalb der Hüfte sitzenden Hosen untersagt – aus moralischen Gründen. »Wir haben das Verbot eins...



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