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23.08.2007 / Inland / Seite 5

Nach der Hetzjagd

Politiker und Zentralrat der Juden fordern nach Überfall auf Inder in Mügeln Konsequenzen. Drohungen gegen Jugendzentrum widersprechen Aussagen des Bürgermeisters

Claudia Wangerin
Die rassistische Hetzjagd auf acht Inder am vergangenen Wochenende im sächsischen Mügeln hat zahlreiche Politiker aufhorchen lassen: Es gibt sie doch noch, die rechte Gewalt. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe ihre »tiefe Betroffenheit über diese Form brutaler Gewalt ausgedrückt«, sagte Vizeregierungssprecher Thomas Steg am Mittwoch zum Auftakt der Kabinettssitzung. Der Protest auf der Straße gegen den brutalen Übergriff auf dem Mügelner Stadtfest, bei dem bis zu 50 Deutsche Jagd auf eine Gruppe von acht Indern machte, blieb aber überwiegend jungen Antifaschisten vorbehalten. Knapp 300 Demonstranten zogen am Dienstag abend durch den Ort. Nach Auskunft des Internetportals Indymedia schlossen sich dem Zug vereinzelt auch Bürger aus Mügeln an. Kritisiert wurden mehrfach die Aussagen von Bürgermeister Gotthard Deuse (FDP) am Tag nach der Hetzjagd, in seiner Stadt gebe es keine rechtsextreme Szene.
Das erweist sich nicht nur im Hinblick auf die Ergebnisse der l...

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