22.08.2007 / Ausland / Seite 2

»Dieser Prozeß ist einzigartig«

Politverhandlung in Atlanta: Internationale Beobachter bei Anhörung im Fall der fünf inhaftierten Kubaner. Ein Gespräch mit Eberhard Schultz und Norman Paech

Harald Neuber
Der Völkerrechtler Norman Paech ist Abgeordneter der Fraktion Die Linke im Bundestag. Eberhard Schultz arbeitet als Rechtsanwalt in Bremen und Berlin. Beide haben am Montag die Anhörung in Atlanta verfolgt

Herr Schultz, der chilenische Jurist Juan Guzmán sieht nach der Anhörung am Montag gute Chancen für ein Berufungsverfahren im Fall der fünf in den USA inhaftierten Kubaner. Wie haben Sie den Termin erlebt?

Schultz: Die Richter haben gleich zu Beginn erklärt, daß sie den Standpunkt der Staatsanwaltschaft nicht teilen, nach der die Argumente der Verteidigung schon durch die letzte Entscheidung des Gerichtes hinfällig seien. Die Staatsanwaltschaft wollte damit offenbar sämtliche neuen Einwände vom Tisch wischen. Das hat das Gericht verhindert.

Herr Paech, am Tag der Anhörung hat die uruguayische Regierungspartei »Breite Front« die US-Justiz aufgefordert, den fünf Kubanern ein faires Verfahren zu gewähren. Wäre ein solcher Appell nicht auch aus Deuts...


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