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20.08.2007 / Thema / Seite 10

Ringen um Vorherrschaft

Bagdadbahn und mesopotamisches Öl. Deutsche Weltmachtpolitik im Vorderen Orient und ihr Scheitern im Ersten Weltkrieg (Teil II und Schluß)

Dietrich Eichholtz
Georg von Siemens, Chef der Deutschen Bank, und sein Nachfolger Arthur von Gwinner waren immer für die Beteiligung britischen Kapitals am Bagdadbahnvorhaben gewesen, wenn sie auch auf die herrschende nationalistische Meinung in der deutschen Öffentlichkeit Rücksicht zu nehmen hatten, die eine »rein deutsche« Bahn forderte. Seit 1907/08 aber hatten sich die Lage im Osmanischen Reich und insbesondere die Aussichten der Deutsche-Bank-Gruppe auf die zügige Fortsetzung des Bahnbaus und auf die mesopotamische Ölkonzession so sehr verschlechtert, daß die Bank sich ohne eine Kooperation mit den Briten und ohne gemeinsamen Druck auf die Hohe Pforte, die Regierung des türkischen Sultans, keine Hoffnung mehr auf jene Konzession ausrechnen konnte – ganz abgesehen von der Lage auf dem schwächelnden deutschen Kapitalmarkt und dem der deutschen Wirtschaft von Grund auf fehlenden Know-how für Aufschluß und Ausbeutung eines großen Ölvorkommens.

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