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06.08.2007 / Titel / Seite 1

Mehdorn sieht rot

Rainer Balcerowiak
Bahn-Chef Hartmut Mehdorn gibt sich redliche Mühe, dem Kosenamen »Rumpelstilzchen« gerecht zu werden. Den hatte ihm der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Manfred Schell, verliehen. Nachdem die »Prozeßhanselei« (Schell) des Konzerns gegen die GDL weitgehend im Sande verlaufen ist, verlegt sich Mehdorn nunmehr auf wüste Drohungen und Beschimpfungen. Eine »kleine Gruppe von Gewerkschaftsfunktionären hat ihre Mitglieder mit illusorischen Forderungen verführt und versucht, die Bahn-Belegschaft zu spalten«, erklärte Mehdorn im Spiegel. Die Ablehnung eines neuen Angebots der Bahn, welches in keinem Punkt auf die Forderungen der GDL einging, sei »unverantwortlich«. Streikenden Lokführern drohte er Disziplinarmaßnahmen und ihrer Gewerkschaft Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe an.

Mehdorns Behauptung, die GDL gefährde durch ihre geplanten Streiks die Betriebssicherheit der Bahn, wies Schell in der Bild am Sonntag zurück. »Wir lasse...

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