06.08.2007 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Windige Preisbildung

Anteil von Windgeneratoren an deutscher Energieerzeugung steigt kontinuierlich. Immer mehr Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken wird dadurch unverkäuflich

Wolfgang Pomrehn
Viele Energieversorger haben zum 1. August die Strompreise erhöht. In der Vergangenheit konnte man bei ähnlichen Anlässen des öfteren hören, am Preisanstieg habe der Windstrom schuld. Diesmal hielten sich Vattenfall & Co. mit derlei Behauptungen zurück. Offensichtlich wollte man sich nicht vollends blamieren. War schon bei früheren Gelegenheiten der Wahrheitsgehalt derartiger Aussagen äußerst fraglich, so haben in letzter Zeit verschiedene Studien gezeigt, daß mittlerweile das Gegenteil der Fall ist: Der Windstrom drückt an der Leipziger Strombörse den Preis.

Hilfreiches Gesetz

Bedenkt man, daß die von den Windanlagen ins Netz eingespeiste elektrische Energie nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu einem festen Preis abgenommen wird, derzeit etwas über acht Cent pro Kilowattstunde, dann erstaunt diese Aussage zunächst. Allerdings hat der Effekt mit den Modalitäten der Preisbildung an der Leipziger Börse zu tun. Gehandelt wird in Leipzig nur ...

Artikel-Länge: 5091 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe