Schwarzer Kanal
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03.08.2007 / Thema / Seite 10

Der Wechsel-Wehler

Hans-Ulrich Wehler lobt das Buch von Adam Tooze über die Unterstützung der Großindustrie für Hitler. Dabei hatte der Großhistoriker sie gerade im Streit um Luciano Canforas Buch über die Geschichte der Demokratie als »Mythos« zerstört

Otto Köhler
Nein, das darf er nicht. Er lobt ein Buch, das er – so wie er sich selbst ideologisch zugerichtet hat – nie und nimmer als Werk der historischen Wissenschaft anerkennen darf. Der Bielefelder Großhistoriker Hans-Ulrich Wehler kränkt und beleidigt sich selbst, indem er die Studie von Adam ­Tooze über die Wirtschaft im »Dritten Reich« am 19. Juli in der Schweizer Weltwoche und tags darauf im Deutschlandradio Kultur emporhob in die »Spitzengruppe außergewöhnlicher Forschungs- und Interpretationsleistungen«.

Hat Wehler denn vergessen, wie entschieden er vor eineinhalb Jahren in der Beck-Affäre, die Europas Verlage in Atem hielt, Partei ergriffen hatte? C. H. Beck, der Verlag von Theodor Maunz und Hans Globke, aber auch einer ganzen Reihe hervorragender antifaschistischer Werke, hatte sich entsetzt geweigert, in der mit fünf anderen europäischen Verlagen betriebenen Reihe »Europa bauen« die in den anderen Ländern schon verlegte »Geschichte der Demo...

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