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01.08.2007 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Spiel der Oligarchen

Deripaska-Roulett: Rußlands staatstragende Superreiche dominieren die einheimische Wirtschaft und greifen immer häufiger nach ausländischen Konzernen

Klaus Fischer
In Rußland gilt unverschämter Reichtum als Schönheitsattribut und weist den betreffenden Geldsack per se als gesellschaftliche Ikone aus. Fast immer jedenfalls. Manchmal jedoch wird aus dem Heiligenbild rasant ein Krimineller.
Wie im Falle des Dollarmilliardärs Michail Guserijew. Der muß jetzt seinen Ölkonzern Russneft (nicht zu verwechseln mit der staatlichen Rosneft) abgeben, berichteten russische Agenturen am Dienstag. Wie im Falle Jukos sei Guserijew von den Steuerbehörden massiv bedrängt worden, hieß es. Allerdings scheint er, im Gegensatz zum Steuerhinterzieher und früheren Jukos-Eigner Michail Chodorkowski nicht in ein sibirisches Arbeitslager zu müssen, sondern erhält eine Milliardenentschädigung.

Reicher Strohmann?

Käufer ist eine der schillerndsten Figuren beim russischen Milliardärsroulett, der bisher als Aluminiumpate bekannte Oleg Deripaska. Der 39jährige Superspekulant war in den Jahren nach Zerfall der UdSSR durch Aufkauf von »Volksanteilen...

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