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28.07.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

Die Widerständige

Wie wird man Betriebsrätin im Lidl-Konzern? Über Gesetzesverstöße, Einschüchterungsversuche, Niederlagen und Erfolge. Ein Porträt

Daniel Behruzi
Ich mußte immer schon kämpfen«, sagt Ulrike Schramm-de Robertis über sich selbst. Die 43jährige gelernte Verkäuferin aus dem fränkischen Bamberg hat fünf Kinder und zwei Enkel. Und sie ist Betriebsrätin – nicht irgendwo, sondern bei dem für seine Praktiken berühmt-berüchtigten Einzelhandelskonzern Lidl. In dessen 2750 Filialen gibt es ganze vier Beschäftigtenvertreter. Wer sich von Schramm ihre Geschichte erzählen läßt, weiß, warum das so ist.

Ihre Lehre hat die Frau mit den schwarzen langen Haaren und dem fränkischen Akzent beim »Kaufring«, einem kleinen Kaufhaus in ihrer Heimatstadt Bamberg, gemacht. Nach einigen Jahren ging sie mit einem kleinen Laden für Textilien in die Selbständigkeit – bis zu ihrer Scheidung, nach der sie ihren Exmann auszahlen mußte. Dann wurde sie Filialleiterin beim Textildiscounter Kik, wo ihr gewerkschaftliches Engagement begann. Untertarifliche Bezahlung – Aushilfen bekamen ganze fünf Mark – und dauerhaft unbezahlte Mehrarbeit...

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