27.07.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

»Die Guerilla ist immer ein soziales Phänomen«

Politischer Kontext ignoriert: Mexikos Regierung reagiert mit massiver Repression auf Attacken des »Revolutionären Volksheeres«. Opposition in Oaxaca kriminalisiert. Ein Gespräch mit Carlos Montemayor

Harald Neuber, Mexiko-Stadt
Carlos Montemayor ist einer der bekanntesten politischen Autoren Mexikos. Neben philologischen und lyrischen Texten hat er sich in mehreren Romanen mit dem Kampf der Regierungen in dem mittelamerikanischen Land gegen Guerillabewegungen in den siebziger und achtziger Jahren befaßt.

Nachdem die Guerillagruppe »Revolutionäres Volksheer« (EPR) Anfang dieses Monats Anlagen des staatlichen Erdölkonzerns PEMEX angegriffen hat, mobilisierte die mexikanische Regierung die Armee im ganzen Land. Erleben wir den Beginn eines neuen »Krieges gegen den Terror«?

Die Militarisierung in Mexiko hat mit der Regierung von Felipe Calderón begonnen, und sie hat zwei Gründe. Zum einen die Unterordnung Mexikos unter die »regionale Sicherheitspolitik«, wie sie von den vergangenen Regierungen der Vereinigten Staaten von Amerika entwickelt worden ist. Der zweite Grund ist die schleichende Auflösung des Polizeiapparates. Die Armee wird auch in Mexiko zunehmend im Kampf gegen den Dr...

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