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21.07.2007 / Inland / Seite 8

»Einzelne werden durch die Haft zusätzlich brutalisiert«

Gesetzentwurf der Bundesregierung zur geplanten Sicherheitsverwahrung junger Menschen ignoriert alle Erfahrungen. Ein Gespräch mir Klaus Jünschke

Markus Bernhardt
Klaus Jünschke ist Sozialwissenschaftler, Buchautor und Journalist. Seit zehn Jahren gehört er dem Gefängnisbeirat der JVA Köln-Ossendorf an. klausjuenschke.de

Die Bundesregierung hat am Mittwoch einen Gesetzentwurf beschlossen, der die Sicherungsverwahrung für Jugendliche vorsieht. Wie bewerten Sie diesen Vorstoß?

Gegen Mißverständnisse: Der Gesetzentwurf sieht vor, daß junge Menschen, die nach dem Jugendstrafrecht zu einer Strafe von mindestens sieben Jahren verurteilt worden sind, nach deren Verbüßung in Sicherungsverwahrung genommen werden können, wenn zwei Gutachter ihre andauernde Gefährlichkeit feststellen. Sie sind dann keine Jugendlichen mehr, sondern junge Erwachsene. Wenn zum Beispiel ein 14jähriger zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt worden war, dann ist er nach der Strafverbüßung 21 Jahre alt.
Der Gesetzentwurf ist völlig ignorant. Darin heißt es unter anderem: »Beispiele d...

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