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18.07.2007 / Feuilleton / Seite 13

Eine Quittung aus der DDR

Politik am Brett: Kurze Geschichte der Schach-Olympiade, die vor 80 Jahren zum ersten Mal stattfand (Teil I)

Mario Tal
Vor 80 Jahren begannen mit einem Turnier in London (18.–29. Juli 1927) die Schach-Olympiaden. Seitdem wurden ungezählte Superlative für sie gefunden: »universelles Schachfest«, »volksfestartig«, »Fest der Nationen« ... Alle zwei Jahre wurde ein Turnier ausgetragen, »eine Familie« beschworen. »Gens una sumus« lautet die Losung des Weltschachverbandes FIDE, mit ein bißchen gutem Willen eine Art »You never walk alone« des Schachs.

Während hinter den Kulissen politische Grabenkämpfe tobten, verkörperten Spieler und Fans den »olympischen Geist«. Berichterstatter überschlugen sich. »Da gibt es Brüderküsse und Freudentränen«, hieß es zur XXV. Olympiade 1982 in Luzern, »Amerikaner und Russen, Israelis und Araber saßen unter einem Dach, welch' schönes Beispiel für die völkerverbindende Mission des Schachspiels!«

Brüderküsse und Boykott

Es konnte schnell aus sein mit dem Familienfrieden, wenn etwa der Handschlag verweigert wurde wie vom Dissidenten Viktor Korts...

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