Gegründet 1947 Mittwoch, 19. Juni 2019, Nr. 139
Die junge Welt wird von 2198 GenossInnen herausgegeben
18.07.2007 / Feuilleton / Seite 13

Eine Quittung aus der DDR

Politik am Brett: Kurze Geschichte der Schach-Olympiade, die vor 80 Jahren zum ersten Mal stattfand (Teil I)

Mario Tal
Vor 80 Jahren begannen mit einem Turnier in London (18.–29. Juli 1927) die Schach-Olympiaden. Seitdem wurden ungezählte Superlative für sie gefunden: »universelles Schachfest«, »volksfestartig«, »Fest der Nationen« ... Alle zwei Jahre wurde ein Turnier ausgetragen, »eine Familie« beschworen. »Gens una sumus« lautet die Losung des Weltschachverbandes FIDE, mit ein bißchen gutem Willen eine Art »You never walk alone« des Schachs.

Während hinter den Kulissen politische Grabenkämpfe tobten, verkörperten Spieler und Fans den »olympischen Geist«. Berichterstatter überschlugen sich. »Da gibt es Brüderküsse und Freudentränen«, hieß es zur XXV. Olympiade 1982 in Luzern, »Amerikaner und Russen, Israelis und Araber saßen unter einem Dach, welch' schönes Beispiel für die völkerverbindende Mission des Schachspiels!«

Brüderküsse und Boykott

Es konnte schnell aus sein mit dem Familienfrieden, wenn etwa der Handschlag verweigert wurde wie vom Dissidenten Viktor Korts...

Artikel-Länge: 4747 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €