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18.07.2007 / Thema / Seite 10

Säuberung der Kunst

Vor siebzig Jahren eröffnete Adolf Hitler in München mit einer programmatischen Rede das »Haus der Deutschen Kunst« und die erste »Große Deutsche Kunstausstellung«

Gerhard Wagner
München, in den zwanziger Jahren Schauplatz eines gescheiterten Putsches der Nazis und ihres »Marsches zur Feldherrnhalle«, wurde von Adolf Hitler frühzeitig dazu auserkoren, sowohl »Hauptstadt der Bewegung« als auch »Kunststadt« zu sein. Nachdem der alte Münchener Glaspalast, der eine der wichtigsten alljährlichen Kunstausstellungen des Deutschen Reiches beherbergte, durch einen Brand zerstört worden war, ließ Hitler von dem Architekten Paul Ludwig Troost einen neoklassizistischen »Tempel der Kunst« entwerfen. Troost starb kurz nach der Grundsteinlegung für das neue »Haus der Deutschen Kunst«, das schließlich am 18. Juli 1937 mit Hitlers Rede und der ersten »Großen Deutschen Kunstausstellung« eingeweiht wurde.

Adressat Masse

Alle wesentlichen strategischen Elemente seiner Eröffnungsrede sind keimhaft bereits in Hitlers Schrift »Mein Kampf« (1925), in den Kapiteln »Volk und Rasse« und »Kriegspropaganda«, enthalten: das Trachten nach »Gewinnung der Seele d...

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