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18.07.2007 / Ausland / Seite 7

Sonderbares Konstrukt

Polen: Lepper-Populisten und Rechtsradikale schließen sich im Zuge der Regierungskrise zusammen. Kaczynski-Brüder geben sich demonstrativ gelassen

Tomasz Konicz
Die seit über einer Woche schwelende Regierungskrise in Polen ist weiter für Überraschungen gut: Jetzt schlossen sich die beiden kleineren Koalitionspartner der rechtskonservativen Partei »Recht und Gerechtigkeit« (PiS) zusammen. Die neue politische Kraft aus populistischer »Selbstverteidigung« (SO) und rechtsradikaler »Liga der Polnischen Fami­lien« nennt sich sinnigerweise »Liga und Selbstverteidigung« (LiS). Deren Gründung wurde am Montag beim wöchentlichen Treffen zwischen SO-Chef Andrzej Lepper, der jüngst als Vizepremier entlassen worden war, und dem Vorsitzenden der LPR, Bildungsminister Roman Gier­tych, beschlossen.

Offiziell gibt sich die von den Zwillingen Kaczynski, Präsident Lech und Ministerpräsident Jaroslaw, geführte PiS unbeeindruckt. Vizepremier Przemysaw Gosiewski (PiS) erklärte, daß die Bildung dieser Formation ein »zweitrangiges Ereignis« sei. Die Regierung solle ihre Arbeit fortsetzen. Dennoch mußte er zugeben, mit der LiS nun ein »pro...

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