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12.07.2007 / Ausland / Seite 7

Wunschkandidat des Westens

Vor den Wahlen in der Türkei schweigt Brüssel zum dramatischen Anstieg von Verfahren gegen Regimekritiker – um Premier Erdogan zu schonen

Nico Sandfuchs, Ankara
Ohne Zweifel liegen die Sympathien des Westens bei den türkischen Parlamentswahlen in anderthalb Wochen auf Seiten von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Und auch für die westliche Wirtschaft ist Erdogan der Wunschkandidat. Dies ist nicht weiter verwunderlich. Denn durch eine Wirtschafts- und Finanzpolitik, die ausländischen Investoren astronomische Rendite ermöglicht und die ohnehin kümmerlichen Mindestlöhne trotz hohen Wirtschaftswachstums unterhalb der Hungergrenze beläßt, ist die Türkei in den vergangenen fünf Jahren zum Eldorado des westlichen Kapitals geworden. Zudem hat Erdogan das türkische Staatsschiff unbeirrt in Richtung EU-Beitritt gelenkt und nahezu jede »Reform« umgesetzt, die aus Brüssel gefordert wurde. In den Augen des Westens ist Erdogan deshalb ein verläßlicher Partner und ein »unbestechlicher Demokrat«.
Es sind Gemeinplätze dieser Machart, die Menschenrechtler in der Türkei zur Weißglut treiben. Denn trotz aller Reformpakete war e...

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