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04.07.2007 / Feuilleton / Seite 13

Staat als Zuhälter

Wie wird der Sex in 30 Jahren? Die 50. Ausgabe der sexualpolitischen Fachzeitschrift Gigi ist erschienen

Anne-Lydia Mühle
Wer bitteschön heißt heute noch Gigi?! Könnte ein Nom de guerre einer künstlerisch veranlagten Hure, Tunte oder Transe sein. Oder auch der Name von einem leckeren Fruchteis. Historisch betrachtet ist »Gigi« der Titel einer Novelle aus dem Spätwerk von Sidonie-Gabrielle Colette (1944), in der eine junge Dame von ihrer Großmutter ohne ihr Wissen zur Kurtisane gemacht werden soll. Wurde sowohl in Frankreich als auch in den USA verfilmt und mit der charmanten Audrey Hepburn als Hauptdarstellerin am Broadway aufgeführt.

Gigi ist auch der Titel der einzigen sexualpolitischen Fachzeitschrift der BRD. Das 1999 gegründete Heft ist mit der aktuellen Juli/August-Ausgabe zum fünfzigsten Mal erschienen. Für die Redaktion feierlicher Anlaß, Ende voriger Woche zur Pressekonferenz in Berlin-Prenzlauer-Berg zu laden. »Die Zeitschrift kann nur entstehen, wenn unsere Leute arbeitslos oder krank sind«, sagt Gigi-Mitbegründer Eike Stedefeldt mit einem selbstironischen Grinsen...

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