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02.07.2007 / Feuilleton / Seite 12

Salat ist sinnlos

Wenn der Eckpunkt Sinn macht (1). Das Sommertagebuch von Wiglaf Droste

Wiglaf Droste
Wenn es stimmt, daß Sprache eine Waffe ist, dann wäre Sprachkritik eine Kritik der Waffen mit ihren eigenen Mitteln. Die sprachlichen Waffenarsenale einer eingehenden Betrachtung zu unterziehen, lohnt immer – selbst dann, wenn es modern ist, das zu tun. Die Beschwerde darüber, daß Angehörige des Proletariats sich mitunter einer eingeschränkten, groben Sprache bedienen, ist allerdings nicht eben sensationell.

Interessanter ist doch die Sprache derjenigen, die sie als berufliches Handwerkszeug benötigen und entsprechen pflegen und in Schuß halten sollten. Schließlich sprechen sie öffentlich, im Fernsehen, im Radio, oder sie schreiben öffentlich, in der Zeitung.

Wie der Medienmensch spricht, so denkt er auch, und das gibt zu denken. »Stark eingebrochen ist die Kauflust«, sagte eine Nachrichtensprecherin in den ARD-Tagesthemen. Ich stutzte und staunte: Was die Kauflust alles kann – sogar einbrechen. Wie muß man sich das vorstellen? Brach die Kauflust beim Schli...



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