Der Schwarze Kanal
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30.06.2007 / Geschichte / Seite 15

Zerschlagene Hoffnungen

Am 5. Juli 1962 erklärt Algerien seine Unabhängigkeit von Frankreich. Die nationale Befreiungsfront des Landes ist zu dem Zeitpunkt bereits gespalten

Bernard Galichon
Der 5. Juli ist in Algerien gesetzlicher Feiertag. Das Datum hat eine doppelte symbolische Bedeutung: Am 5. Juli des Jahres 1830 wurde das nordafrikanische Land eine französische Kolonie, denn an jenem Tag unterzeichnete der Bey von Algier, der osmanische Herrschaftsträger, die Kapitulationsurkunde. Auf den Tag genau 132 Jahre später trat die Unabhängigkeits Algeriens, die drei Tage zuvor durch die Führung der Nationalen Befreiungsfront, der Front de libération nationale (FLN), proklamiert worden war, in Kraft. Damit ging einer der schwersten und blutigsten Kolonialkriege des 20. Jahrhunderts zu Ende. Eine Million Einwohner des Landes, überwiegend Zivilpersonen, starben dabei auf algerischer Seite. Im französischen Lager wurden nach offiziellen staatlichen Angaben alles in allem 30000 Tote verzeichnet, unter ihnen über 27000 Soldaten.

Der algerische Befreiungskrieg wurde nicht in erster Linie militärisch gewonnen. Vielmehr war die nationale Befreiungsfront...

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